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Wirkstoffe

Zink: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper für Hunderte von Enzymen braucht, aber kaum speichern kann. Hier finden Sie Bedarf, zugelassene EU-Angaben, die Höchstmenge des BfR und typische Wechselwirkungen mit Arzneimitteln.

Was ist Zink?

Zink ist ein Spurenelement, also ein Mineralstoff, von dem der Körper nur wenige Milligramm am Tag benötigt. Es steckt in mehreren hundert Enzymen und wird für Zellteilung, Wundheilung, Haut, Haare und das Immunsystem gebraucht. Einen nennenswerten Speicher legt der Körper nicht an, deshalb kommt es auf die regelmäßige Zufuhr an. In Nahrungsergänzungsmitteln liegt Zink an andere Stoffe gebunden vor, etwa als Zinkcitrat, Zinkgluconat oder Zinkbisglycinat. Zinkoxid ist dagegen vor allem aus Wundschutzcremes und Sonnenschutz bekannt.

Herkunft und Gewinnung

Reich an Zink sind Fleisch, Käse, Eier, Haferflocken, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper Zink leichter auf. Phytat, ein Stoff aus Getreide und Hülsenfrüchten, bindet Zink und bremst die Aufnahme. Einweichen, Keimen und Sauerteig verringern diesen Effekt. Zinkverbindungen für Präparate werden aus gereinigtem Zink oder Zinkoxid chemisch hergestellt und mit organischen Säuren wie Zitronensäure verbunden.

Traditionelle und heutige Verwendung

Zinkhaltige Salben gehören seit Generationen zur Hautpflege, etwa bei geröteter Babyhaut im Windelbereich. Zum Einnehmen wird Zink heute vor allem in Kombinationspräparaten verwendet. Die DGE gibt den Bedarf abhängig von der Phytatzufuhr an. Für Männer sind es 11 bis 16 mg pro Tag, für Frauen 7 bis 10 mg. Wer viel Vollkorn und Hülsenfrüchte isst, liegt am oberen Ende. Menschen, die sich vegan ernähren, achten deshalb besonders auf gute Zinkquellen.

Was die Forschung sagt

Für Zink hat die EU mehrere gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Wörtlich lauten sie: • Zink trägt zu einem normalen Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei. • Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei. • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei. • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. • Zink trägt zur Erhaltung normaler Nägel bei. • Zink trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. • Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei. Diese Angaben gelten für Lebensmittel zum Verzehr mit einer ausreichenden Menge Zink. Ein zusätzlicher Nutzen bei gut versorgten Menschen ist damit nicht verbunden. Zinkoxid in Cremes wirkt äußerlich, für solche Produkte gelten die Angaben nicht.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Die EFSA hält eine Gesamtzufuhr von bis zu 25 mg pro Tag für Erwachsene für sicher. Weil die Ernährung bereits viel Zink liefert, empfiehlt das BfR für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 6,5 mg pro Tagesdosis. Produkte mit mehr als 3,5 mg sollen nicht mit weiteren zinkhaltigen Präparaten kombiniert werden. • Dauerhaft hohe Mengen können die Kupferaufnahme stören und zu Blutarmut führen. • Auf nüchternen Magen verursacht Zink bei manchen Menschen Übelkeit. • Zink und bestimmte Antibiotika (Tetrazykline, Chinolone) sowie Osteoporosemittel aus der Gruppe der Bisphosphonate behindern sich gegenseitig. Zwischen beiden sollten einige Stunden liegen. • Wer mehrere Präparate nimmt, rechnet die Zinkmengen zusammen.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Zink ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • Dianon: Kapseln, Kombination mit Zimt und Chrom • Gluconix: Kombination mit Chrom und B-Vitaminen • Glyco Forte Glucose Management: als Zinkcitrat in einer Pflanzenkombination • Insulinorm: Kapseln, 6 mg je Tagesmenge • NEMANEX: Tropfen, als Zinkcitrat • Prostatricum: Kapseln, 5,3 mg je Tagesmenge • Prostatricum Plus: Kapseln, 9 mg je Tagesmenge • Reprostat: Kapseln mit Sägepalme und Lycopin • EXODERMIN: Creme mit Zinkoxid zur äußerlichen Anwendung Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Wie viel Zink braucht man täglich?
Je nach Phytatzufuhr nennt die DGE 11 bis 16 mg für Männer und 7 bis 10 mg für Frauen. Die meisten Menschen erreichen das über eine gemischte Kost.
Wie hoch darf Zink in Nahrungsergänzungsmitteln dosiert sein?
Verbindliche Höchstmengen gibt es nicht. Das BfR empfiehlt höchstens 6,5 mg pro Tagesdosis, die EFSA nennt 25 mg als sichere Gesamtzufuhr aus allen Quellen.
Darf ich Zink zusammen mit Antibiotika nehmen?
Bei Tetrazyklinen und Chinolonen sollten einige Stunden Abstand liegen, da sich die Stoffe gegenseitig binden. Fragen Sie im Zweifel in der Apotheke nach.
Zu welcher Tageszeit nehme ich Zink?
Zu einer Mahlzeit, wenn Sie auf nüchternen Magen Übelkeit bemerken. Nicht zusammen mit sehr ballaststoffreichen Speisen, die Zink binden.
Was bewirkt Zinkoxid in Cremes?
Es bildet einen schützenden Film auf der Haut und wirkt leicht austrocknend. Die EU-Angaben zum Verzehr gelten dafür nicht.
Brauchen Veganer mehr Zink?
Wer viel Vollkorn und Hülsenfrüchte isst, nimmt mehr Phytat auf und braucht daher eher die höheren Referenzwerte. Einweichen und Sauerteig helfen.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.