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Wirkstoffe

Ringelblume: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Die Ringelblume (Calendula) ist eine leuchtend orange Gartenblume, deren Blüten traditionell in Salben für die Haut verwendet werden. Die EMA beschreibt sie bei leichten Hautentzündungen und kleinen Wunden.

Was ist die Ringelblume?

Die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Ihre gelben bis orangefarbenen Blüten öffnen sich bei Sonne und schließen sich bei Regen. Den Namen hat sie von den gekrümmten, ringförmigen Samen. Die Blüten enthalten Triterpene, Flavonoide, Carotinoide und ätherisches Öl. Ihnen werden entzündungshemmende und hautberuhigende Eigenschaften zugeschrieben.

Herkunft und Gewinnung

Ursprünglich stammt die Ringelblume aus dem Mittelmeerraum, heute wächst sie in Gärten in ganz Europa. Für Arzneimittel und Kosmetik wird sie angebaut, die Blüten werden während der Blütezeit gepflückt und getrocknet. Aus den Blüten entstehen ölige Auszüge, bei denen die Blüten wochenlang in Pflanzenöl ziehen, alkoholische Tinkturen und Extrakte. Die Blütenblätter sind essbar und werden auch zum Färben von Speisen verwendet.

Traditionelle und heutige Verwendung

Ringelblumensalbe ist eines der bekanntesten Hausmittel für die Haut und wurde schon im Mittelalter in Klostergärten verwendet. Die EMA führt Ringelblumenblüten in einer Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung leichter Hautentzündungen, etwa Sonnenbrand, und zur Unterstützung bei kleinen Wunden. Daneben ist die Anwendung bei leichten Entzündungen in Mund und Rachen beschrieben. Heute steckt Calendula in Salben, Cremes, Ölen, Babypflege und Kombinationsprodukten.

Was die Forschung sagt

Es gibt einige Untersuchungen, etwa zu Hautreizungen bei Strahlentherapie oder zu Wunden an den Beinen. Die Ergebnisse sind uneinheitlich, die Zahl der Teilnehmer meist klein. Die EMA stützt ihre Einordnung auf die lange Tradition. Für Ohrentropfen mit Ringelblumenöl gibt es keine belastbaren Untersuchungen. Gesundheitsbezogene Angaben der EU für Lebensmittel spielen bei der Ringelblume keine Rolle, da sie äußerlich angewendet wird.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Ringelblumenzubereitungen gelten als gut verträglich. Selten treten allergische Hautreaktionen auf. • Wer allergisch auf Korbblütler wie Arnika, Kamille oder Chrysanthemen reagiert, meidet Calendula. • Nicht auf tiefe, stark blutende, verschmutzte oder infizierte Wunden auftragen. Solche Wunden gehören in ärztliche Versorgung. • Ohrentropfen nur verwenden, wenn das Trommelfell intakt ist. Bei Ohrenschmerzen, Ausfluss, Fieber oder plötzlicher Hörminderung ärztlich abklären lassen. • Nicht in die Augen bringen. • Für Kinder unter sechs Jahren, Schwangere und Stillende vorher ärztlich nachfragen.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Ringelblume ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • ACUSTAN drops: Ohrentropfen mit Ringelblumenöl-Extrakt und Propolis • EXODERMIN: Creme mit Zinkoxid und Teebaumöl • Proctowell: Creme mit Hamamelis und Rosskastanie Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Wofür wird Ringelblume verwendet?
Traditionell äußerlich bei leichten Hautentzündungen wie Sonnenbrand und zur Unterstützung bei kleinen Wunden.
Wer sollte Ringelblume meiden?
Menschen mit Allergie gegen Korbblütler wie Arnika, Kamille oder Chrysanthemen.
Darf Ringelblumensalbe auf offene Wunden?
Auf kleine, saubere Wunden ja. Tiefe, verschmutzte oder entzündete Wunden gehören in ärztliche Versorgung.
Wie wird Ringelblumenöl hergestellt?
Die Blüten ziehen mehrere Wochen in einem Pflanzenöl, das danach abgefiltert wird.
Kann man Ringelblumenblüten essen?
Ja, die Blütenblätter sind essbar und werden zum Garnieren und Färben verwendet.
Was ist bei Ohrentropfen zu beachten?
Nur bei intaktem Trommelfell anwenden. Bei Schmerzen, Ausfluss oder Hörminderung ärztlich untersuchen lassen.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.