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Wirkstoffe

Lutein: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Lutein ist ein gelber Pflanzenfarbstoff, der sich im gelben Fleck der Netzhaut anreichert. In Augenpräparaten ist er verbreitet, zugelassene EU-Angaben gibt es für Lutein aber nicht.

Was ist Lutein?

Lutein ist ein Carotinoid, ein fettlöslicher gelber Pflanzenfarbstoff. Zusammen mit dem eng verwandten Zeaxanthin reichert es sich in der Makula an, dem Bereich des schärfsten Sehens in der Netzhaut. Dort bildet es das sogenannte Makulapigment. Dem Pigment wird zugeschrieben, energiereiches blaues Licht zu filtern und als Antioxidans zu wirken. Der Körper kann Lutein nicht selbst bilden und ist auf die Nahrung angewiesen.

Herkunft und Gewinnung

Reich an Lutein sind grünes Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat sowie Brokkoli, Erbsen, Mais und Eigelb. Mit etwas Fett zubereitet wird es besser aufgenommen. Für Nahrungsergänzungsmittel wird Lutein meist aus den Blüten der Studentenblume (Tagetes) extrahiert. Als Lebensmittelfarbstoff trägt es die Nummer E 161b.

Traditionelle und heutige Verwendung

Eine Tradition als Heilmittel gibt es nicht, Lutein wurde erst im 20. Jahrhundert genauer erforscht. Bekannt wurde es durch Untersuchungen zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), einer häufigen Ursache für Sehverlust im Alter. Heute ist Lutein Bestandteil vieler Augenpräparate, oft zusammen mit Zeaxanthin, Heidelbeerextrakt, Zink oder Vitaminen.

Was die Forschung sagt

Eine große amerikanische Untersuchungsreihe zeigte, dass eine hoch dosierte Kombination aus Vitaminen, Zink, Lutein und Zeaxanthin das Fortschreiten bestimmter Stadien der AMD verlangsamen kann. Das gilt für diese spezielle Kombination und nur für Betroffene in diesen Stadien. Dass Lutein allein das Sehen verbessert oder eine AMD verhindert, ist nicht belegt. Für Lutein sind keine gesundheitsbezogenen Angaben der EU zugelassen. Manche Hersteller setzen deshalb Zink oder Vitamin A zu, für die eigene Angaben bestehen.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Für Lutein als Lebensmittelfarbstoff gilt eine annehmbare tägliche Aufnahme von 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es keine offiziellen Mengenempfehlungen. • Lutein kann die Aufnahme von Beta-Carotin verringern. • Die Verbraucherzentralen halten bei Luteinpräparaten eine ärztliche Absprache für notwendig, auch wegen möglicher Wechselwirkungen. • Plötzliche Sehstörungen, verzerrtes Sehen oder ein dunkler Fleck im Blickfeld gehören sofort in augenärztliche Hände. • Sehr große Mengen können die Haut leicht gelblich färben, was harmlos ist. • Eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel grünem Gemüse liefert ebenfalls Lutein.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Lutein ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • Ocuvist: Kapseln mit Heidelbeer- und Pinienrindenextrakt • OptiPills - Kapseln für das Sehen: Kapseln mit Zeaxanthin und Heidelbeerextrakt Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Wo kommt Lutein vor?
In Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Erbsen, Mais und Eigelb. Mit etwas Fett wird es besser aufgenommen.
Verbessert Lutein das Sehen?
Das ist für Lutein allein nicht belegt. Zugelassene EU-Angaben gibt es nicht.
Hilft Lutein bei Makuladegeneration?
Eine spezielle hoch dosierte Kombination kann bei bestimmten Stadien das Fortschreiten verlangsamen. Das gehört in augenärztliche Begleitung.
Wie viel Lutein ist unbedenklich?
Als Lebensmittelfarbstoff gilt 1 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag als sicher. Für Präparate gibt es keine offizielle Empfehlung.
Was ist der Unterschied zu Zeaxanthin?
Beide sind eng verwandte Carotinoide und bilden gemeinsam das Makulapigment.
Wann sollte ich zum Augenarzt?
Bei plötzlichen Sehstörungen, verzerrtem Sehen oder einem dunklen Fleck im Blickfeld sofort.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.