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Wirkstoffe

Kurkuma: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Kurkuma ist die gelbe Wurzel aus der Ingwerfamilie, bekannt aus Curry. In Präparaten wird ihr Farbstoff Curcumin oft mit Piperin kombiniert, um die Aufnahme zu steigern. Das BfR weist auf Fallberichte von Leberschäden bei solchen Präparaten hin.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz genannt, ist eine Staude aus der Familie der Ingwergewächse. Verwendet wird der Wurzelstock, der innen kräftig orange-gelb ist. Er schmeckt erdig, leicht bitter und etwas scharf. Die Farbe stammt von den Curcuminoiden, allen voran Curcumin. Kurkumapulver enthält davon nur wenige Prozent. In Präparaten werden deshalb oft Extrakte mit höherem Curcumingehalt verwendet.

Herkunft und Gewinnung

Der größte Teil stammt aus Indien, weitere Anbaugebiete liegen in Südostasien. Die Wurzelstöcke werden geerntet, gekocht oder gedämpft, getrocknet und gemahlen. Curcumin wird vom Körper nur schlecht aufgenommen und schnell abgebaut. Hersteller kombinieren es daher mit Piperin aus schwarzem Pfeffer oder verwenden spezielle Zubereitungen, um mehr Curcumin ins Blut zu bringen. Als Lebensmittelfarbstoff trägt Curcumin die Nummer E 100.

Traditionelle und heutige Verwendung

In der ayurvedischen und chinesischen Medizin wird Kurkuma seit Jahrhunderten bei Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen und Entzündungen verwendet. In der Küche ist es Hauptbestandteil von Currypulver. Die EMA führt Kurkumawurzelstock in einer Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung leichter Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, träger Verdauung und Blähungen. Heute steckt Kurkuma auch in vielen Präparaten für Gelenke und die Prostata.

Was die Forschung sagt

Im Labor zeigt Curcumin entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Untersuchungen mit Menschen, etwa bei Gelenkbeschwerden, sind meist klein und kurz, die Ergebnisse uneinheitlich. Ein Teil der Laborbefunde lässt sich wegen der geringen Aufnahme nicht auf den Menschen übertragen. Für Pflanzenstoffe hat die EU bisher keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen, die Prüfung solcher Angaben ruht seit Jahren.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Für Curcumin gilt ein ADI-Wert von 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, bei 70 kg also 210 mg aus allen Quellen. Das BfR berichtet von Leberschäden in Fallberichten, überwiegend bei Präparaten mit gesteigerter Aufnahme, oft durch Piperin. Die Beschwerden traten nach acht Tagen bis acht Monaten auf. • Als Gewürz in üblichen Mengen gilt Kurkuma als unbedenklich. • Bei Gallensteinen oder Verschluss der Gallenwege keine Kurkumapräparate einnehmen. • Bei Lebererkrankungen und regelmäßiger Medikamenteneinnahme vorher ärztlich nachfragen, auch wegen möglicher Wechselwirkungen. • Bei Gelbfärbung der Haut oder Augen, dunklem Urin oder Oberbauchschmerzen das Präparat absetzen und ärztlich abklären lassen. • Für Schwangere, Stillende und Kinder sind Präparate nicht vorgesehen.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Kurkuma ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • ArtiZynt - Kapseln gegen Gelenkschmerzen: Kapseln, Kurkuma-Wurzelextrakt • Artroflex Active: Kapseln, Kurkumaextrakt 10:1 mit 2 mg Curcumin, dazu Piperin • Prostalab 20 Kapseln: Kapseln mit Sägepalme und Cranberry • Prostalab 30 Kapseln: Kapseln mit Sägepalme und Cranberry • Toxic OFF: Kapseln mit Wermut und Gotu Kola Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Kurkuma und Curcumin?
Kurkuma ist die ganze Wurzel, Curcumin ihr wichtigster Farbstoff. Pulver enthält nur wenige Prozent Curcumin.
Warum enthalten Präparate oft schwarzen Pfeffer?
Piperin aus Pfeffer steigert die Aufnahme von Curcumin. Laut BfR traten Fallberichte zu Leberschäden vor allem bei solchen Präparaten auf.
Wie viel Curcumin ist unbedenklich?
Der ADI-Wert liegt bei 3 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aus allen Quellen.
Wer sollte Kurkumapräparate meiden?
Menschen mit Gallensteinen oder Gallenwegsverschluss, mit Lebererkrankungen sowie Schwangere, Stillende und Kinder.
Ist Kurkuma als Gewürz unbedenklich?
Ja, in üblichen Küchenmengen gilt es als unbedenklich.
Welche Warnzeichen sollte ich kennen?
Gelbe Haut oder Augen, dunkler Urin und Schmerzen im rechten Oberbauch. Dann absetzen und ärztlich abklären lassen.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.