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Wirkstoffe

Hyaluronsäure: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der große Mengen Wasser bindet und in Haut, Gelenkflüssigkeit und Auge vorkommt. In Cremes wirkt sie als Feuchthalter, für Kapseln zum Einnehmen ist ein Nutzen für Haut und Gelenke nicht belegt.

Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist eine lange Kette aus Zuckerbausteinen, die der Körper selbst herstellt. Sie kann ein Vielfaches ihres Gewichts an Wasser binden. In der Haut hält sie Feuchtigkeit, in der Gelenkflüssigkeit sorgt sie für Gleitfähigkeit, im Auge füllt sie den Glaskörper. Mit zunehmendem Alter bildet der Körper weniger davon. Je nach Kettenlänge spricht man von hoch- oder niedermolekularer Hyaluronsäure, was in Kosmetik eine Rolle spielt.

Herkunft und Gewinnung

Früher wurde Hyaluronsäure vor allem aus Hahnenkämmen gewonnen. Heute stellt man sie überwiegend durch Fermentation mit Bakterien her. Das Ergebnis ist eine geschmacks- und geruchsneutrale Substanz, die als Natriumsalz in Cremes, Seren, Augentropfen und Kapseln kommt. Durch die Fermentation ist Hyaluronsäure in den meisten Fällen nicht tierischen Ursprungs.

Traditionelle und heutige Verwendung

Hyaluronsäure wurde in den 1930er-Jahren entdeckt. In der Medizin wird sie seit Jahrzehnten eingesetzt, etwa in Augentropfen bei trockenen Augen, bei Augenoperationen und als Spritze ins Kniegelenk. In der Kosmetik ist sie ein verbreiteter Feuchthalter, in der ästhetischen Medizin dient vernetzte Hyaluronsäure als Faltenfüller. In Pflegeprodukten wird sie häufig mit Kollagen, Vitaminen und Pflanzenölen kombiniert.

Was die Forschung sagt

Auf der Haut bindet Hyaluronsäure Feuchtigkeit in den oberen Schichten, die Haut wirkt glatter und praller. Dieser Effekt ist oberflächlich und hält an, solange man das Produkt verwendet. Für Kapseln sehen die Verbraucherzentralen keine wissenschaftlichen Belege für glattere Haut oder beweglichere Gelenke. Die EFSA hat beantragte Angaben zur Gelenkfunktion als unbegründet abgelehnt, zugelassene EU-Angaben gibt es nicht. Die deutsche Leitlinie zur Kniearthrose empfiehlt auch die Spritze ins Gelenk nicht.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Hyaluronsäure gilt als sehr gut verträglich. Für Präparate zum Einnehmen sieht das BfR bei bis zu 250 mg am Tag keine Bedenken. • Auf der Haut sind Reaktionen selten. Bei Rötung oder Brennen meist eher durch andere Zutaten der Creme. • Bei sehr trockener Luft kann Hyaluronsäure Feuchtigkeit aus der Haut ziehen, eine Pflege mit Öl darüber hilft. • Nicht in die Augen bringen, wenn das Produkt nicht dafür gedacht ist. • Bei bekannten Unverträglichkeiten gegen Inhaltsstoffe einer Creme zuerst an einer kleinen Stelle testen.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Hyaluronsäure ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • Chondrostart: Massagebalsam zur äußerlichen Anwendung • Ellesse Cream: Gesichtscreme mit Kollagen und Retinol Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Was macht Hyaluronsäure in Cremes?
Sie bindet Wasser in den oberen Hautschichten. Die Haut fühlt sich dadurch glatter und weicher an.
Wirken Hyaluron-Kapseln gegen Falten?
Dafür gibt es nach Einschätzung der Verbraucherzentralen keine wissenschaftlichen Belege.
Ist Hyaluronsäure tierisch?
Heute wird sie meist durch Fermentation mit Bakterien hergestellt und ist damit in der Regel nicht tierischen Ursprungs.
Hilft Hyaluronsäure den Gelenken?
Für Präparate zum Einnehmen sind EU-Angaben zur Gelenkfunktion abgelehnt worden. In einem Balsam dient sie der Hautpflege.
Ist Hyaluronsäure gut verträglich?
Ja, sie ist ein körpereigener Stoff. Reaktionen auf Cremes gehen meist auf andere Zutaten zurück.
Was bedeutet niedermolekular?
Die Ketten sind kürzer. Solche Varianten dringen etwas tiefer in die oberen Hautschichten ein als lange Ketten.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.