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Wirkstoffe

Hibiskus: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Hibiskusblüten färben Früchtetees rot und geben ihnen eine säuerliche Note. In Präparaten für Herz und Kreislauf werden sie wegen möglicher Effekte auf den Blutdruck eingesetzt, gesichert ist das nicht.

Was ist Hibiskus?

Gemeint ist Hibiscus sabdariffa, auch Roselle oder Karkadeh genannt, eine Malvenart. Verwendet werden nicht die Blütenblätter, sondern die fleischigen, tiefroten Kelche, die nach der Blüte die Frucht umschließen. Sie enthalten Fruchtsäuren, die den sauren Geschmack ergeben, und Anthocyane, rote Pflanzenfarbstoffe. Mit dem Zierhibiskus aus dem Garten oder Blumentopf ist die Pflanze verwandt, aber nicht identisch.

Herkunft und Gewinnung

Die Pflanze stammt wahrscheinlich aus Westafrika und wird heute in vielen tropischen Ländern angebaut, unter anderem in Ägypten, im Sudan, in Mexiko und Thailand. Die Kelche werden von Hand gepflückt und getrocknet. Getrocknet sind sie Grundlage vieler Früchtetees. Für Kapseln wird Pulver oder ein Extrakt verwendet.

Traditionelle und heutige Verwendung

In Ägypten und im Sudan ist Karkadeh ein Alltagsgetränk, in Westafrika heißt der gekühlte Aufguss Bissap, in Mexiko Agua de Jamaica. In der Volksmedizin dieser Regionen wird der Tee bei Bluthochdruck und Erkältungen getrunken. In Europa kennt man Hibiskus vor allem aus Früchtetees, wo er Farbe und Säure liefert. In Präparaten für Herz und Kreislauf wird er mit Weißdorn, Knoblauch oder Magnesium kombiniert.

Was die Forschung sagt

Einige kleinere Untersuchungen fanden, dass regelmäßig getrunkener Hibiskustee den Blutdruck leicht senken kann. Die Untersuchungen waren meist kurz, klein und methodisch unterschiedlich. Ob Kapseln mit geringeren Mengen einen messbaren Effekt haben, ist offen. Für Pflanzenstoffe hat die EU bisher keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen, die Prüfung solcher Angaben ruht seit Jahren. Bei Bluthochdruck gehört die Behandlung in ärztliche Hände.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Als Tee in üblichen Mengen gilt Hibiskus als gut verträglich. Bei konzentrierten Präparaten sind einige Punkte wichtig. • Wer Blutdrucksenker nimmt, kann durch Hibiskus eine zusätzliche Senkung erleben. Vorher ärztlich nachfragen. Ärztlich verordnete Medikamente nicht ohne ärztliche Rücksprache absetzen oder verändern. • Laut Verbraucherzentralen kann Hibiskus in der Stillzeit die Milchbildung hemmen. • In der Schwangerschaft auf Hibiskuspräparate verzichten. • Die Fruchtsäuren können empfindlichen Zahnschmelz und Magen reizen. • Für Kinder sind Präparate nicht vorgesehen.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Hibiskus ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • Blood Pressure Glyco Forte: Kapseln, Hibiskusblüten-Extrakt mit Weißdorn und Knoblauch • CardioBalance: Kapseln, 50 mg Hibiskusblüten je Tagesmenge Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Welcher Teil des Hibiskus wird verwendet?
Die roten Blütenkelche von Hibiscus sabdariffa, nicht die Blüten des Zierhibiskus.
Senkt Hibiskustee den Blutdruck?
Kleinere Untersuchungen fanden leichte Effekte. Gesichert ist das nicht, und eine Behandlung ersetzt es nicht.
Darf ich Hibiskus neben Blutdruckmitteln nehmen?
Nur nach ärztlicher Rücksprache, da sich die Wirkungen addieren könnten.
Ist Hibiskus in der Stillzeit geeignet?
Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass Hibiskus die Milchbildung hemmen kann.
Warum schmeckt Hibiskustee sauer?
Die Kelche enthalten viele Fruchtsäuren, die auch für die kräftige Farbe mitverantwortlich sind.
Ist Hibiskus dasselbe wie Malventee?
Nicht ganz. Malventee stammt meist von der Wilden Malve, beide Pflanzen gehören aber zur selben Familie.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.