Wirkstoffe
Eukalyptus: Herkunft, Verwendung und Hinweise
Eukalyptusöl wird aus den Blättern australischer Eukalyptusbäume destilliert und ist reich an Cineol. Es steckt in Erkältungsbalsamen und Gelen für Muskeln und Gelenke, bei Säuglingen und Kleinkindern ist es tabu.
Was ist Eukalyptus?
Eukalyptusbäume (Gattung Eucalyptus) sind immergrüne Bäume aus Australien. Für Arzneimittel und Pflegeprodukte wird vor allem der Blaue Eukalyptus (Eucalyptus globulus) genutzt. Verwendet wird das ätherische Öl der Blätter. Sein Hauptbestandteil ist 1,8-Cineol, auch Eucalyptol genannt, das den typischen frischen, kampferartigen Geruch erzeugt. Auf der Haut wirkt das Öl leicht durchblutungsfördernd und kühlend.
Herkunft und Gewinnung
Heute wird Eukalyptus in vielen warmen Ländern angebaut, unter anderem in China, Spanien, Portugal und Südafrika. Frische Blätter und Zweigspitzen werden mit Wasserdampf destilliert, das Öl anschließend gereinigt, um einen hohen Cineolgehalt zu erreichen. Reines Cineol wird auch isoliert und in Kapseln gegen Erkältungsbeschwerden verwendet. In Gelen und Sprays liegt Eukalyptusöl meist in kleinen Konzentrationen vor.
Traditionelle und heutige Verwendung
Die Aborigines nutzten Eukalyptusblätter bei Fieber und Wunden. In Europa verbreitete sich das Öl im 19. Jahrhundert, vor allem für Inhalationen und Brustbalsame. Die EMA führt Eukalyptusöl in einer Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei Husten im Rahmen einer Erkältung und äußerlich bei örtlich begrenzten Muskelschmerzen. Heute findet man es in Erkältungsbalsamen, Badezusätzen, Sportgelen und Hautpflege.
Was die Forschung sagt
Für Cineol gibt es Untersuchungen bei Bronchitis und Erkältung mit günstigen Ergebnissen. Für Gele gegen Muskel- und Gelenkbeschwerden ist die Wirkung kaum untersucht. Ein Teil des Effekts geht vermutlich auf Kühle, Duft und das Einmassieren zurück. Gesundheitsbezogene Angaben der EU für Lebensmittel spielen bei Eukalyptusöl in Pflegeprodukten keine Rolle.
Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte
Das BfR warnt: Bei Säuglingen und Kleinkindern können schon wenige Tropfen Eukalyptusöl in der Nähe von Mund und Nase einen Kehlkopfkrampf mit Atemstillstand auslösen. Bei Kindern unter drei Jahren ist besondere Vorsicht geboten. • Nicht im Gesicht oder auf der Brust von Säuglingen und Kleinkindern anwenden. • Verschlucken kann zu Vergiftungen führen. Flaschen und Tuben kindersicher aufbewahren. • Nur auf intakte Haut, nicht auf Wunden, Schleimhäute oder in die Augen. • Menschen mit Asthma oder empfindlichen Atemwegen reagieren auf intensive Dämpfe mitunter mit Hustenreiz. • Bei Hautrötung oder Brennen abwaschen und nicht weiter verwenden.
In welchen Produkten auf MVZ Hartmann
Eukalyptus ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • ArtiZynt Gel: Gel mit Menthol und Kampfer • ArtiZynt - Gel gegen Gelenkschmerzen: Gel mit Menthol und Kampfer • EXODERMIN: Creme mit Teebaumöl und Ringelblume • HONDROLIFE: Spray mit Teufelskralle und Arnika Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.
FAQ
- Was ist Cineol?
- Der Hauptbestandteil von Eukalyptusöl, auch Eucalyptol genannt. Er sorgt für den frischen Geruch.
- Darf ich Eukalyptusöl bei Kindern verwenden?
- Bei Säuglingen und Kleinkindern nicht. Das BfR warnt vor lebensbedrohlichen Atemproblemen.
- Wofür wird Eukalyptusöl verwendet?
- Traditionell bei Husten im Rahmen einer Erkältung und äußerlich bei örtlich begrenzten Muskelschmerzen.
- Was tun, wenn ein Kind Eukalyptusöl verschluckt hat?
- Sofort den Giftnotruf anrufen und ärztliche Hilfe holen.
- Kann Eukalyptusöl die Haut reizen?
- Ja, vor allem unverdünnt oder auf empfindlicher Haut. In Gelen ist es meist verdünnt.
- Ist Eukalyptusöl für Menschen mit Asthma geeignet?
- Intensive Dämpfe können Hustenreiz auslösen. Fragen Sie im Zweifel ärztlich nach.
Quellen
Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.