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Wirkstoffe

Arnika: Herkunft, Verwendung und Hinweise

Arnika ist eine gelb blühende Bergpflanze, deren Blüten seit Langem äußerlich bei Prellungen, Verstauchungen und Muskelschmerzen verwendet werden. Wer allergisch auf Korbblütler reagiert, sollte sie meiden.

Was ist Arnika?

Arnika (Arnica montana) ist eine Staude aus der Familie der Korbblütler mit leuchtend gelben, leicht zerzausten Blüten. Sie wächst auf mageren Bergwiesen und Heiden in Mitteleuropa. Verwendet werden die getrockneten Blütenköpfe. Sie enthalten unter anderem Sesquiterpenlactone wie Helenalin, ätherisches Öl und Flavonoide. Die Sesquiterpenlactone gelten als wichtig für die Wirkung, sind aber auch der Grund für mögliche Allergien.

Herkunft und Gewinnung

Wild wachsende Arnika ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gesammelt werden. Für Arzneimittel und Kosmetik wird sie deshalb überwiegend angebaut, dafür wurden eigene Kultursorten gezüchtet. Aus den Blüten werden Tinkturen mit Alkohol, ölige Auszüge oder Trockenextrakte hergestellt. Diese kommen in Gele, Salben, Cremes und Sprays.

Traditionelle und heutige Verwendung

In der Volksmedizin heißt Arnika auch Bergwohlverleih und war ein klassisches Hausmittel nach Stürzen und Stößen. Die EMA führt Arnikablüten in einer Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung bei Prellungen, Verstauchungen und örtlich begrenzten Muskelschmerzen. Grundlage ist die lange Anwendungstradition. In Gelen für Muskeln und Gelenke wird Arnika heute häufig mit Teufelskralle, Menthol oder Kampfer kombiniert.

Was die Forschung sagt

Einige Untersuchungen mit Arnikagel bei Gelenk- und Muskelbeschwerden fanden Verbesserungen, oft im Vergleich mit gängigen Schmerzgelen. Die Zahl der Teilnehmer war meist klein, die Ergebnisse sind nicht einheitlich. Für die EMA reichte das für eine Anerkennung auf Basis der Tradition, nicht als gut belegte Wirkung. Gesundheitsbezogene Angaben der EU für Lebensmittel gibt es für Arnika nicht. Arnika wird ohnehin nur äußerlich angewendet.

Sicherheit, Wechselwirkungen und Grenzwerte

Arnika gehört nicht in den Mund. Eingenommen kann die Pflanze Magen, Darm und Herz schädigen. Ausnahme sind stark verdünnte homöopathische Zubereitungen. • Bei Allergie gegen Korbblütler wie Kamille, Ringelblume oder Chrysanthemen auf Arnika verzichten. • Nur auf unverletzte Haut auftragen, nicht auf offene Wunden, Schleimhäute oder in die Augen. • Längere Anwendung kann Hautausschläge mit Juckreiz und Bläschen auslösen. Dann absetzen. • Bei Kindern unter zwölf Jahren, in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache. • Starke Schwellung, Fehlstellung oder anhaltende Schmerzen nach einem Unfall ärztlich abklären lassen.

In welchen Produkten auf MVZ Hartmann

Arnika ist auf MVZ Hartmann derzeit in diesen Produkten als Zutat aufgeführt: • Arthrovia: Gel in der Tube mit Teufelskralle und Weihrauch • ArtiZynt Gel: Gel mit Menthol und Kampfer • ArtiZynt - Gel gegen Gelenkschmerzen: Gel mit Menthol und Kampfer • Flexihotin: wärmendes Gel mit Glucosamin • Hondro Sol: Spray mit Teufelskralle und Weihrauch • HONDROLIFE: Spray mit Rosskastanie und Teufelskralle • Venovixil Vein Care Cream: Beincreme mit Rosskastanie und Hamamelis Menge, Extraktart und Darreichungsform unterscheiden sich von Produkt zu Produkt. Die vollständige Zusammensetzung und die Hinweise zur Anwendung stehen auf der jeweiligen Produktseite.

FAQ

Wofür wird Arnika verwendet?
Traditionell äußerlich bei Prellungen, Verstauchungen und örtlichen Muskelschmerzen. So beschreibt es auch die EU-Monographie der EMA.
Kann man Arnika einnehmen?
Nein. Die Pflanze ist eingenommen giftig. Nur stark verdünnte homöopathische Mittel werden geschluckt.
Wer sollte Arnika meiden?
Menschen mit Allergie gegen Korbblütler. Auch auf offene Wunden gehört Arnika nicht.
Wie lange darf ich ein Arnikagel verwenden?
Halten Sie sich an die Angaben des Produkts. Bei längerer Anwendung steigt das Risiko für Hautreaktionen.
Darf man Arnika selbst sammeln?
Nein. Wilde Arnika ist in Deutschland besonders geschützt. Für Produkte wird sie angebaut.
Ist Arnika für Kinder geeignet?
Bei Kindern unter zwölf Jahren nur nach ärztlicher Rücksprache. Es fehlen ausreichende Daten zur Sicherheit.

Quellen

Hinweis: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.