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Gesundheitsthema

Frauengesundheit: Beschwerden, Hilfe und Warnzeichen

Viele gesundheitliche Fragen betreffen Frauen in besonderer Weise, etwa rund um Zyklus, Wechseljahre oder Blase und Beckenboden. Diese Seite ordnet häufige Beschwerden ein und nennt Warnzeichen.

Häufige Beschwerden

In den Wechseljahren treten häufig Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen auf. Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind in den Wechseljahren am häufigsten: Bis zu zwei Drittel aller Frauen haben diese Beschwerden. Prämenstruelle Beschwerden wie ein Spannungsgefühl in der Brust oder Reizbarkeit treten vor der Regelblutung auf. Scheidenpilz kann Juckreiz, Brennen und einen weißlichen Ausfluss verursachen. Auch Schmerzen zählen häufig zu den typischen Beschwerden bei einem Scheidenpilz. Eine Blasenschwäche kommt bei vielen Frauen vor, häufig nach Geburten oder in den Wechseljahren. Brennen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang sind typische Zeichen einer Blasenentzündung.

Chronische Erkrankungen

Bei der Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter. Typisch sind starke Regelschmerzen: Vor allem während der Regelblutung kann es zu starken Unterleibsschmerzen kommen. Nach den Wechseljahren steigt das Risiko für Osteoporose, weil der sinkende Östrogenspiegel den Knochenabbau begünstigen kann. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen bremst den Knochenabbau; in den Wechseljahren nimmt die Östrogenproduktion ab und dieser Schutz geht verloren.

Welche Hilfe ist möglich

Beckenbodentraining kann bei Blasenschwäche helfen und die Kontrolle über die Blase verbessern. Auch bei einer überaktiven Blase ist ein Beckenbodentraining sinnvoll. Wurde ein Scheidenpilz ärztlich festgestellt, lässt er sich oft mit Mitteln aus der Apotheke behandeln. Beim ersten Auftreten, in der Schwangerschaft und bei wiederholten Infektionen sollte ein Scheidenpilz jedoch ärztlich abgeklärt werden. Bei starken Wechseljahresbeschwerden kann eine Hormontherapie infrage kommen. Nutzen und Risiken sollten dabei ärztlich abgewogen werden. Die Wirksamkeit vieler pflanzlicher Mittel und Nahrungsergänzungsmittel bei Wechseljahresbeschwerden ist nicht ausreichend belegt.

Wann ärztlichen Rat einholen

Bei diesen Warnzeichen sollten Sie ärztlichen Rat einholen: • Blutungen nach den Wechseljahren sind nicht normal und sollten immer ärztlich abgeklärt werden. • Ungewöhnlich starke, lange oder sehr schmerzhafte Regelblutungen sind ein Grund für ärztlichen Rat. • Ein neu getasteter Knoten in der Brust ist ein Grund für ärztlichen Rat und sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden. • Starke Unterleibsschmerzen, besonders mit Fieber, sollten rasch ärztlich abgeklärt werden. • Scheidenpilz sollte beim ersten Auftreten, in der Schwangerschaft und bei wiederholten Infektionen ärztlich abgeklärt werden. • Fieber, Schüttelfrost oder Flankenschmerzen können auf eine Nierenbeckenentzündung hinweisen und sollten rasch ärztlich abgeklärt werden. • Außerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 erreichbar, in Notfällen der Notruf 112.

Wo findet man Unterstützung

Erste Anlaufstelle ist in der Regel die gynäkologische Praxis. Bei Blasenschwäche bieten Physiotherapie und Beckenbodenkurse Unterstützung. Das Training der Beckenbodenmuskulatur erfolgt am besten unter Anleitung einer Physiotherapeutin oder eines Physiotherapeuten. Selbsthilfegruppen, etwa zu Endometriose, bieten die Möglichkeit zum Austausch.

Prävention

Gesetzlich versicherte Frauen haben Anspruch auf Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, etwa für den Gebärmutterhals und die Brust. Regelmäßige Bewegung und eine Ernährung mit ausreichend Calcium sowie genügend Vitamin D sind wichtig für gesunde Knochen. Regelmäßige Bewegung und gezieltes Training stärken Muskulatur und Knochen und verbessern die Koordination und Trittsicherheit.

Häufige Fragen

Wann beginnen die Wechseljahre?

Die Wechseljahre beginnen in der Regel zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.

Was hilft bei Blasenschwäche?

Beckenbodentraining kann helfen, die Kontrolle über die Blase zu verbessern. Unterstützung bei Blasenschwäche bieten zum Beispiel Physiotherapie und Beckenbodenkurse.

Sind Blutungen nach den Wechseljahren normal?

Nein, Blutungen nach den Wechseljahren sind nicht normal. Jede solche Blutung sollte immer ärztlich abgeklärt werden.

Helfen pflanzliche Mittel bei Wechseljahresbeschwerden?

Das ist nicht ausreichend belegt. Für zahlreiche pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel gegen Wechseljahresbeschwerden ist der Nutzen bisher nicht belegt.

Woran erkennt man eine Blasenentzündung?

Typische Zeichen einer Blasenentzündung sind Brennen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang. Treten zusätzlich Fieber, Schüttelfrost oder Flankenschmerzen auf, kann das auf eine Nierenbeckenentzündung hinweisen. Dann sollten die Beschwerden rasch ärztlich abgeklärt werden.

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Quellen

  1. Wechseljahre: Beschwerden und Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  2. Pilzinfektion der Vagina (Scheidenpilz) (abgerufen am 11.10.2026)
  3. Scheidenpilz: Symptome, Behandlung, Vorbeugung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  4. Endometriose: Symptome und Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  5. Osteoporose und Knochenbrüche – gesundheitsinformation.de (abgerufen am 11.10.2026)
  6. Osteoporose: Vorbeugung und Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  7. Blasenschwäche (Harninkontinenz) – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  8. Informationen zu Krebsfrüherkennung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  9. Nummern für den Notfall – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  10. Blasenentzündung (Zystitis): Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)

Stand: 11.10.2026