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Gesundheitsthema

Augen & Sehen: Beschwerden, Erkrankungen, Warnzeichen

Gutes Sehen prägt Alltag, Mobilität und Lebensqualität. Hier finden Sie häufige Augenbeschwerden, Augenerkrankungen und Warnzeichen im Überblick.

Häufige Beschwerden

Zu den häufigen Beschwerden zählen trockene Augen, eine Bindehautentzündung und die Alterssichtigkeit. • Trockene Augen: Brennen, ein Fremdkörpergefühl oder müde Augen • Bindehautentzündung: meist gerötete, tränende oder verklebte Augen • Alterssichtigkeit: ab etwa 40 Jahren lässt die Fähigkeit nach, in der Nähe scharf zu sehen Trockene Augen treten etwa nach langer Bildschirmarbeit auf. Beim Starren auf den Bildschirm blinzelt man weniger, wodurch das Auge seltener mit Tränenfilm benetzt wird.

Chronische Erkrankungen

Zu den chronischen Augenerkrankungen gehören der Graue Star, der Grüne Star und die altersbedingte Makuladegeneration. Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die Augenlinse allmählich ein. Das Sehen wird verschwommen, wie durch Nebel, und blendempfindlich. Der Grüne Star (Glaukom) ist ein Sammelbegriff für verschiedene Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv geschädigt wird. Ein Glaukom verursacht oft lange keine spürbaren Beschwerden. Die altersbedingte Makuladegeneration betrifft die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens im Zentrum der Netzhaut des Auges.

Welche Hilfe ist möglich

Eine Brille oder Kontaktlinsen gleichen Fehlsichtigkeit und Alterssichtigkeit aus. Bei trockenen Augen können Tränenersatzmittel die Augenoberfläche befeuchten und die Beschwerden lindern. Diese künstlichen Tränen werden auch benetzende Augentropfen genannt. Ein Grauer Star kann operiert werden. Dabei wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Ein Glaukom wird meist mit Augentropfen behandelt, die den Augeninnendruck senken.

Wann ärztlichen Rat einholen

Bei diesen Warnzeichen sollten Sie ärztlichen Rat einholen: • Plötzliche Sehverschlechterung oder plötzlicher Sehverlust: sofort augenärztlich oder in der Notaufnahme abklären lassen • Lichtblitze, plötzlich viele schwarze Punkte („Rußregen“) oder ein Schatten im Gesichtsfeld: sofort abklären lassen, es kann eine Netzhautablösung dahinterstecken • Stark gerötetes, schmerzhaftes Auge mit Sehverschlechterung: sofort augenärztlich oder in der Notaufnahme abklären lassen • Plötzliche starke Augenschmerzen mit gerötetem Auge, verschwommenem Sehen und Farbringen um Lichtquellen: können auf einen akuten Glaukomanfall hinweisen, sofort augenärztliche Hilfe oder die Notaufnahme aufsuchen • Plötzliches Doppeltsehen: sofort ärztlich abklären lassen • Verätzungen: das Auge sofort gründlich und mehrere Minuten mit viel Wasser spülen und umgehend ärztliche Hilfe holen • Verletzungen des Auges: sofort ärztliche Hilfe holen

Wo findet man Unterstützung

Erste Anlaufstelle bei Augenbeschwerden ist die augenärztliche Praxis. Augenoptikerinnen und Augenoptiker passen Brillen und Kontaktlinsen an. Selbsthilfeorganisationen bieten Austausch für Menschen mit Sehbehinderung.

Prävention

Wer viel in der Sonne ist, kann die Augen mit einer Sonnenbrille mit UV-Schutz vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Regelmäßige Pausen bei Bildschirmarbeit können trockenen Augen vorbeugen und Beschwerden lindern. Augenärztliche Kontrollen können helfen, ein Glaukom früh zu erkennen. Ob regelmäßige augenärztliche Kontrollen für Sie sinnvoll sind, hängt vom persönlichen Risiko ab. Ansprechpartner dafür ist die augenärztliche Praxis.

Häufige Fragen

Wann sollte man mit Augenbeschwerden sofort zum Arzt?

Bei plötzlicher Sehverschlechterung oder plötzlichem Sehverlust sofort augenärztlich oder in der Notaufnahme abklären lassen. Sofort, wenn Lichtblitze, plötzlich viele schwarze Punkte oder ein Schatten im Gesichtsfeld auftreten, denn es kann eine Netzhautablösung dahinterstecken. Auch plötzliches Doppeltsehen sollte sofort ärztlich abgeklärt werden.

Was hilft bei trockenen Augen?

Tränenersatzmittel können die Beschwerden lindern, indem sie die Augenoberfläche befeuchten. Bei Bildschirmarbeit können regelmäßige Pausen trockenen Augen vorbeugen.

Wie wird ein Grauer Star behandelt?

Ein Grauer Star lässt sich operieren: Bei dem Eingriff wird die trübe Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt.

Merkt man einen Grünen Star?

Oft nicht, denn ein Glaukom bleibt häufig lange ohne spürbare Beschwerden.

Wie oft sollte man zur augenärztlichen Kontrolle?

Wie oft augenärztliche Kontrollen sinnvoll sind, um ein Glaukom früh zu erkennen, hängt vom persönlichen Risiko ab. Wer ein erhöhtes Risiko für ein Glaukom hat, sollte mit der augenärztlichen Praxis besprechen, ob Kontrollen sinnvoll sind.

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Quellen

  1. Trockene Augen: Ursachen und Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  2. Alterssichtigkeit (Presbyopie): Ursachen, Verlauf und Behandlung (abgerufen am 11.10.2026)
  3. Grauer Star (Katarakt): Ursachen, Vorbeugung und Behandlung (abgerufen am 11.10.2026)
  4. Grauer Star (Katarakt) – gesundheitsinformation.de (abgerufen am 11.10.2026)
  5. Glaukom: Ursachen, Verlauf, Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  6. Grüner Star (Glaukom) – gesundheitsinformation.de (abgerufen am 11.10.2026)
  7. Makuladegeneration: Verlauf und Behandlung – gesund.bund.de (abgerufen am 11.10.2026)
  8. Sehen im Alter: Veränderungen, Risiken und Informationen (abgerufen am 11.10.2026)
  9. Netzhautablösung – gesundheitsinformation.de (abgerufen am 11.10.2026)

Stand: 11.10.2026